Belege statt Behauptungen
Aus der Schmiede
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Drei Projekte, die zeigen, wie ich arbeite — nicht, was ich behaupte.
KitzControl
Stand: April 2026 — Übergeben an CopterPro, Entwicklungszeit 2024–2026
Jedes Frühjahr, bevor die Mähwerke durch die Wiesen in Rheinhessen laufen, suchen ehrenamtliche Piloten mit Wärmebilddrohnen nach Rehkitzen im hohen Gras. KitzControl ist die Plattform dahinter: Multi-Tenant-Architektur mit sauber getrennten Rollen für Koordinatoren, Helfer, kommerzielle Piloten und Landwirte, Next.js und PostgreSQL mit PostGIS für die Geodaten. Dazu die Dinge, die man erst baut, wenn man selbst fliegt: DIPUL-Luftraumabfrage und Drohnenwetter direkt aus dem Einsatz-Dashboard, ein Klick vor dem Start statt drei Browser-Tabs. Ich habe die Plattform über zwei Saisons gebaut, zusammen mit der Kitzrettung Rheinhessen e.V., und dann an CopterPro übergeben — mit der Auflage, dass sie für die ehrenamtliche Kitzrettung fünf Jahre kostenlos bleibt. Das ist der ehrlichste Test, den ich für meinen eigenen Rat kenne: Trägt die Architektur, die ich Kunden empfehle, auch dann, wenn ich selbst der Betreiber bin und der Fehler mich persönlich trifft.
JK-Fitt
Stand: April 2026 — In aktiver Entwicklung
JK-Fitt ist meine persönliche KI-Coaching-App, und der erste Kunde bin ich selbst. Apple HealthKit liefert Schlaf, HRV und VO2max. Die RENPHO-Waage spreche ich direkt an — über die inoffizielle Cloud-API, mit RSA-verschlüsseltem Login und Keychain-Speicherung, weil der offizielle Weg über Apple Health nur vier Werte durchreicht und die interessanten dreißig weglässt: Körperwasser, viszerales Fett, Skelettmuskel, segmentale Analyse. Der Coach — ein System-Prompt auf Basis mehrerer Trainingsphilosophien, angebunden über meinen eigenen Anthropic-API-Key — bekommt diesen kompletten Kontext inklusive 7-, 30- und 90-Tage-Trends und redet Klartext, wenn die Regeneration nicht zur geplanten Intervalleinheit passt. Ich teste KI nicht in Slides, sondern am eigenen Körper. Was hier nicht trägt, empfehle ich auch keinem Kunden. Und an diesem Projekt sehe ich, was sich gerade verschiebt: Standard-Apps haben ihre Rolle, aber sie sind nicht mehr die einzige bezahlbare Option. Personalisierte Software und zugeschnittene KI-Lösungen sind in Wochen statt Monaten machbar — vorausgesetzt, jemand versteht nicht nur das Bauen, sondern auch Betrieb, Wartung und Weiterentwicklung. Das ist die Art von Arbeit, für die Kunden heute zu CID kommen.
RAMmageddon
Stand: April 2026 — Analyse: November 2025, Veröffentlichung: Januar 2026
Im November 2025 ist mir in den Lieferketten-Daten etwas aufgefallen, das nicht zur herrschenden Erzählung passte: Die Memory-Preise waren keine saisonale Delle, sondern der Anfang einer Verschiebung. Ich habe das mit dem technischen CEO von CID besprochen, und wir haben die Entscheidung getroffen, eine größere Server- und Storage-Bestellung vorzuziehen. Im Januar 2026 habe ich die Analyse öffentlich gemacht — als mehrteilige Serie „RAMmageddon" in meinem LinkedIn-Newsletter „Future Proof Tech Briefing". Die These: Hier laufen mehrere Linien zusammen. HBM-Allokationen für KI-Beschleuniger binden DRAM-Kapazität, neue US-Tarife verschieben Kostenstrukturen, die Straße von Hormuz ist keine abstrakte Geopolitik mehr, sondern eine Zeile in der Beschaffungsplanung, und die europäische Chipabhängigkeit wird vom Diskussionspapier zum Quartalsproblem. Daraus folgt die eigentliche Kernbotschaft: Wer jetzt mit mehr Hardware gegenhält, kauft auf dem falschen Markt ein. Die tragende Antwort heißt Software-Modernisierung und Right-Sizing. Ich habe die Krise nicht beschrieben, weil ich hellsehen kann, sondern weil man sie sieht, wenn man gleichzeitig auf Lieferketten und Software-Architektur schaut.